Schlüssel ist nicht gleich Schlüssel

Die Funktionsweise des Schlüssel-Schloss-Prinzips

Wir haben täglich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Schlössern zu tun, die alle auf dem Schlüssel-Schloss-Prinzip basieren. Aus diesem Grund sehen wir uns dieses Prinzip an dieser Stelle einmal genauer an. Im Inneren des Zylinders liegen sogenannte Kernstifte, deren unterschiedliche Länge bestimmen die Einkerbungen am Schlüssel. Unter jedem dieser Stifte liegt eine Feder, die durch den nach unten abgegebenen Druck der Kernstifte bei der Einführung des Schlüssels in das Schloss heruntergedrückt wird. So ist gewährleistet, dass nur der zu den Kernstiften passende Schlüssel ganz in den Zylinder geschoben werden kann und sich im Schloss bewegen lässt. In den meisten Fällen hat der Schlüssel zwischen 5 und 6 verschieden tiefe Einkerbungen. Das hier beschriebene Prinzip wird bei den gängigen Zylinderschlüsseln angewendet, die die Gruppe der gebräuchlichsten Schlüssel bilden.

Verschiedene Schlüsselarten im Überblick

Neben den Zylinderschlüsseln, die beispielsweise bei der Öffnung von Haustüren Anwendung finden, gibt es noch eine Reihe weiterer Schlüsselarten. In vielen Gebäudekomplexen werden sogenannte Generalhauptschlüssel verwendet. Der Vorteil dieser Schlüssel liegt darin, dass zum Öffnen verschiedener Türen nur jeweils ein Schlüssel benötigt wird. In den meisten Fällen zieht jedoch ein Verlust den Austausch sämtlicher Schlösser nach sich und ist oft mit erheblichen Kosten verbunden. Daher ist im Umgang mit Hauptschlüsseln äußerst hohe Verantwortung notwendig.

Zu den sogenannten Wendeschlüsseln gehört der Bohrmuldenschlüssel. Bei dieser Art sind an beiden Seiten des Schlüssels Bohrungen angebracht. Die eingebohrten Mulden sind auf der jeweiligen Seite gleich, was eine Drehung des Schlüssels um die eigene Längsachse ermöglicht ohne seine Schließfunktion zu verlieren. Aus diesem Grund wird er auch Wendeschlüssel genannt. Menschen, die sich beim Einstecken des Schlüssels in den Zylinder schwertun oder beim Betätigen nur einen geringen Kraftaufwand leisten können, sind mit einem solchen Wendeschlüssel gut beraten.

Bei Innentüren wird häufig ein Buntbartschlüssel verwendet. Dieser bietet aber in Bezug auf einen Einbruchschutz keinerlei sicherheitsrelevante Funktion. Wir beraten Sie gerne bei Fragen rund um das Thema Schlösser und Schlüssel.